Der Hausrotschwanz verschwindet aus Dortmund

HausrotschwanzHaben Sie in diesem Jahr schon einen Hausrotschwanz gesehen? Oder wenigstens gehört? Sein scheppernder Gesang erinnert an einen gestörten Radiosender. Noch vor 15 Jahren konnte man ihn von vielen Hausdächern in Dortmund hören. Laut Brutvogelatlas (2003) schätzte man den Bestand auf 400 – 450 Brutpaare. Die Art galt in Dortmund als nicht gefährdet.

Dieser Bestand ist in nur 15 Jahren drastisch eingebrochen. Im Kreuzviertel oder anderen innerstädtischen Bereichen ist er nicht mehr zu hören. Wenn wir die Insekten ausrotten, finden selbst „Allerweltsarten“ keine Nahrung mehr. Das Artensterben findet vor unserer Haustür statt. Jeder Tag – und nicht einmal schleichend, sondern rasant. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird es in 10 Jahren keine Allerweltsarten mehr geben.

Wenn Sie also jetzt im Frühjahr etwas für die Insekten und damit auch für die Singvögel tun wollen, dann finden Sie in dieser Broschüre wertvolle Hinweise für insektenfreundliche Pflanzen: „Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten„. Jeder Thymian und jedes Rosmarin in einem Balkonkasten ist wertvoll.

Ist das Natur oder kann das wech?

Tabula Rasa im Groppenbruch 2018

Tabula Rasa im Groppenbruch 2018

Eine kompromisslose Radikalität scheint bei der Landschaft-„Pflege“ heutzutage hipp zu sein. Mit einem Feingefühl, das man sonst nur zum Dynamitfischen braucht, wird alles dem Erdboden gleichgemacht. Ich würde mir eine Landschafts-PFLEGE wünschen, die ihrem Namen auch gerecht wird.

Hoppla, Frühling

Biene an Winterling

Biene an Winterling


Gestern wurde noch gebibbert, heute hat die Natur den Schalter umgelegt. Und schon singen wieder die Buchfinken und die Rotkehlchen, die Mücken tanzen und die Bienen besuchen die Winterlinge.

Die Nachtigall stirbt aus in Dortmund

Ornithologischer Jahresbericht DO 2017 Deckblatt Und wir sind die Buchhalter ihres Niedergangs. Der neue Jahresbericht für 2017 ist fertig und kann hier heruntergeladen werden: Ornithologischer Jahresbericht 2017 für Dortmund.
Es ist der 10. Bericht in Folge und wir dokumentieren Jahr für Jahr wie immer mehr Arten in Dortmund verschwinden oder vom Aussterben bedroht sind. Es passt zu dem deutschlandweiten Trend. Laut NABU („Naturschutz heute“, Ausgabe Winter 2018) hat Deutschland zwischen 1998 und 2009 etwa 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren. Und diese Etnwicklung hat 2009 nicht aufgehört. Mittlerweile werden es ein paar Millionen mehr sein.

Wir alle können es sehen – was machen wir dagegen?

Party auf der Dolde

Was machen Vogelbeobachter, wenn ihnen im August die Objekte ihrer Begierde abhanden kommen? Sie starren auf Dolden. Und da tobt im Moment das pralle Leben. Deshalb meine Bitte an alle Gärtner: Lasst die Dolden stehen. Sie sind wichtige kleine Lebensräume, auf denen es viel zu entdecken gibt.

Ein Kobold auf weißen Pfoten

Normalerweise haben Eichhörnchen braune Pfoten. Inmitten einer Truppe von „Normalos“ sprang dieses Exemplar mit vier weißen Pfoten herum. Eine ausgesprochen gelungene Mutation, wie ich finde.

Tabula Rasa im HRB Mengede/Ickern

Im HRB Mengede ist auf einen Schlag fast die komplette Fläche gemäht worden. Wenn man in Etappen und im Abstand von mehreren Wochen gemäht hätte, wäre das in Ordnung gewesen. Aber so ist das ein aktiver Beitrag, die schon arg gebeutelte Insektenwelt noch weiter zu dezimieren. Ein einsamer Kohlweißling flog noch herum. Der letzte seiner Art. Beim NABU NRW läuft noch bis zum 17.7. die Aktion „Zeit der Schmetterlinge – NABU NRW„. Jeder ist aufgerufen, die Schmetterlinge, die man sieht, dem NABU zu melden. Hier kann man sich nun das Zählen sparen.